Haben Sie Problemfüsse?
Der Plattfuss
Wer mit Plattfüssen große Schmerzen hat, der kann an "entzündlichen kontraktem Plattfuss" leiden. Ausgangspunkt dieser Schmerzen ist ein Reizzustand der einzelnen Fussgelenke. Er führt zur Dauerverkrampfung der Unterschenkelmuskulatur. Behandlungstipp: Feuchtwarme Umschläge, schmerzlindernde Medikamente, ruhigstellende Gipsverbände, dann Versorgung mit Masseinlagen >> Details
Der Senkfuss
Beim Senkfuß ist das innere Längsgewölbe abgesunken. Über die Ursache der Fusssenkung bestehen zahlreiche Hypothesen. Zum einen wird eine angeborene Schwäche des passiven Bewegungsapparates angenommen, schwache Knochen, Kapseln und Bänder. Zum anderen geht man aber auch davon aus, dass die Fusssenkung zumindest am Anfang auf eine Muskelschwäche zurückzuführen sei. Dann können die Fussmuskeln die Fussform nicht mehr gegen die Schwerkraft erhalten. Die Muskelschwäche wird auf mangelnde Übung und einseitige Überbelastung zurückgeführt. >> Details
Der Spreizzfuss
Er kommt selten allein vor. Beim Spreizfuss hat sich das quer liegende kleine Fussgewölbe gesenkt. Während Sie mit gesunden Füßen nur auf den Köpfen des ersten und fünften Mittelfussknochens (Grosszehen- und Kleinzehenballen) laufen, kommen hier auch die Köpfchen der übrigen Mittelfussknochen unter stärkere Druckbelastung. Als Folge davon entsteht vermehrte Hornhautbildung an den Druckstellen. Diese Schwielen sind Kennzeichen des Spreizfusses. >> Details
Der Hohlfuss
Der Hohlfuss ist das Gegenstück zum Plattfuss. Beim Plattfuss liegt das Fusslängsgewölbe völlig flach, beim Hohlfuss dagegen ist es zu hoch. Die Zehen sind häufig in Krallenzehstellung eingeschlagen. Ein Hohlfuss entsteht während der ersten Lebensjahre. Mit Einlagen kann meist eine bessere Druckverteilung erreicht werden. Gelegentlich muss noch mit einer Operation nachgeholfen werden. Immerhin sind Schuhzurichtungen bei Beschwerden hilfreich. >> Details
Der Knickfuss
Der Knickfuss
Der Knickfuss gilt als häufiger Fussfehler. Wenn Sie ihn mit dem gesunden Fuss vergleichen, dann können sie beim gesunden Fuss eine leichte X-Stellung des Fersenbeines erkennen. Beim Knickfuss ist dieses X deutlich stärker. >> Details
Der kindlicher Knickfuss
Bei Kindern ist die Sache ein bisschen anders zu sehen: Wenn hier ein leichter, lockerer Knick-Senkfuss auftritt, wird er häufig schon als Plattfuss bezeichnet, was falsch ist. In der Regel ist da keine besondere Behandlung nötig. Kinder mit Plattfüssen haben im Gegensatz zu Erwachsenen nur selten Fussschmerzen. Nur bei Kindern mit extremer Knickstellung des Fersenbeines und vollständiger Abflachung des Fusslängsgewölbes sollte die Fehlhaltung mit Einlagen korrigiert werden, denn sie kann im späteren Leben einmal Ursache für Schmerzen sein. >> Details
Fersensporn
Fersenschmerzen sind recht häufig und können an der Fersenunterseite (Plantarfasziitis) oder der hinteren Ferse ("Haglund-Ferse") auftreten. Am häufigsten werden Fersenschmerzen durch eine mechanische Entzündung der sog. Plantaraponeurose im Bereich der Ferse verursacht. Die Plantaraponeurose ist eine Sehnenplatte, die das Fußgewölbe bei Links- wie Querbelastung stützt. Sie verhindert, dass der Fuß flach den Boden entlangstreift. Ist sie durch eine ständige Überbelastung entzündet, entstehen vor allem auf der Innenseite der Ferse die typischen Beschwerden: stechende Schmerzen, die vor allem morgens und beim Anlaufen stärker sind. Fersensporne sind Knochenauswüchse in dem Bereich, wo die Sehnenplatte (Plantaraponeurose) befestigt ist. Man kann an der Ferse unterscheiden zwischen der am Ansatz der Achillessehne wachsenden Knochenerhebung (Haglund-Exostose) und des an der Fußsohle unterhalb der Hacke lokalisierten Knochenvorsprunges (plantarer Fersensporn). Beide Sporne entstehen durch Druck und Zug bei Überbelastung und schlechtem Schuhwerk. Früher favorisierte man die Theorie, dass sich durch den Fersensporn die Plantaraponeurose entzündet; dass also durch den Fersensporn die Schmerzen entstehen. Allerdings klagen auch Leute über Fersenschmerzen, die keinen Fersensporn haben - und solche, die einen haben, klagen nicht unbedingt über Fersenschmerzen. So weiß man heute, dass die eigentliche Ursache die Entzündung der Plantaraponeurose ist, die sog. Plantarfasziitis.
Die Behandlung stützt sich auf konservative Maßnahmen wie individuell korrigierte orth. Masseinlagen, Dehnungsübungen und entzündungshemmende Medikamente. Eine extrakorporale Stoßwellentherapie wird häufig nicht mehr angewandt. Die chirurgische Therapie soll erst erfolgen, wenn andere Maßnahmen versagen. Sie ist quasi die letzte Therapiemöglichkeit und kommt sehr selten zum Einsatz.
Runners knee
Ursache der Schmerzen beim "runners knee" sind in vielen Fällen überstrapazierte, gereizte Schleimbeutel.
Joggen ist gesund. Bei stärkeren Belastungen, etwa Strecken von mehr als 30 km pro Woche, kommt es jedoch gehäuft zu Laufschäden, die neudeutsch auch als "joggers hip" und "runners knee" bezeichnet werden.
Dabei handelt es sich um Insertionstendinosen im Beckenbereich, etwa am vorderen Beckenkamm und am Sitzbein, oder um das sogenannte Tractusscheuersyndrom. Dazu kommt es, wenn der Tractus iliotibialis verkürzt oder der Femurkondylus besonders ausgeprägt ist. Beim Knie-Beugen scheuert der Tractus über dem Knochen. Der dort befindliche Schleimbeutel wird gereizt, was die Beschwerden verursacht.
Fälschlich werde oft eine Schädigung des Außenmeniskus diagnostiziert.
Bei genauer Untersuchung stellt man jedoch fest, daß der Hauptschmerz oberhalb des Gelenkspaltes am Femurkondylus liegt. Ähnliche Beschwerden kann es auch im Hüftbereich geben. Die Patienten berichten entweder über ein Schnappen in der Hüfte oder es handelt sich um eine Bursitis trochanterica.
Den Patienten sollte zu reduzierter Belastung, einem Ausgleichstraining (Fahrradfahren, Aquajogging) sowie Kräftigungs- und Dehnübungen geraten werden, man sollte auch das Lauf- und Gangbild mit einer bewegungswissenschaftlichen Lauf- und Ganganalyse begutachten und wenn nötig mit belastungsspezifischen Sporteinlagen versorgen.
Lokale Kortikoidinjektionen können helfen, ultima ratio ist die Tenotomie des Tractus iliotibialis. Differentialdiagnostisch müsse auch an Streßfrakturen gedacht werden. Am häufigsten kommen sie an der Tibia, der distalen Fibula, dem Os naviculare und den Mittelfußknochen vor.